Wintersport

Flutlicht in alpinem Gelände

Wir machen auch Unmögliches möglich!

Nachtskilauf alpin

In den letzten Jahren hat sich der Trend zum Nachtschilauf unter Flutlichtbeleuchtung wesentlich verstärkt. Dieser Effekt wurde durch das Angebot professioneller Anlagen mit ausreichender Beleuchtungsstärke und Gleichmäßigkeit gefördert. In der Nähe von Ballungszentren findet Nachtschilauf großen Anklang, da sich diese sportliche Aktivität auch unter der Woche ausüben läßt. Dem Betreiber bieten sich zusätzliche Umsatzchancen durch bessere Auslastung der bestehenden Infrastruktur. In schneearmen Wintern können die beschneiten Tage intensiver genutzt und dadurch Ausfälle kompensiert werden. Auch die Gastronomie im Nahbereich der Flutlichtpiste gewinnt durch diese Aktivitäten. Ist die Entscheidung zur Errichtung einer Flutlichtanlage gefallen, steht Ihnen S2 bei der Umsetzung Ihres Projektes mit jahrelanger Erfahrung zur Seite.

Projektaufnahme:
Eine exakte Projektaufnahme ist unumgänglich. Die erforderlichen Daten wie Pistenlänge, Pistenbreite, Geländeform, eventuell bereits vorhandene Stromversorgung (bestehende Elektranten?), Lage der Hauptanspeisung, Lage der Lifttrasse, mögliche Standorte für das Notstromaggregat werden gemeinsam mit dem Bauherrn aufgenommen.

Projektausarbeitung:
Gemeinsam mit dem Bauherrn wird die Beleuchtungsanlage auf die Erfordernisse optimiert. Festlegung des gewünschten Beleuchtungsniveaus, Fixierung der Maststandorte, Fixierung der Schnittstellen zu bauseitigen Leistungen. Erstellung einer EDV Lichtberechnung auf Basis der ermittelten Daten sowie Angebotslegung inkl. Leitungsdimensionierung.

Projektumsetzung:
Erlangen der bau- und naturschutzrechtlichen Genehmigungen durch den Auftraggeber. Detailplanung und Vorfertigung der einzelnen Anlagenteile. Bauseitige Durchführung der Grabungs- Fundamentierungsarbeiten.
Montage, Anschluß und Inbetriebnahme der Flutlichtanlage. Übergabe, Einschulung, Lichtmessung, Dokumentation.



Eine Piste für Publikumslauf sollte auf eine Beleuchtungsstärke von Emh = ca. 50 lx ausgelegt werden.
Im Nahbereich der Maste wird diese Beleuchtungsstärke im Mittelwert bei einem durchschnittlichen Mastabstand von ca. 50 m auf einer Pistenbreite von 40 m mit 3 - 4 Flutern 2000 W je Mast erreicht.
Mit zunehmendem Abstand zum Maststandort flacht der Beleuchtungs-stärkewert ab. Für die Nahbereiche werden asymmetrische Planflächenstrahler, für die entfernteren Bereiche Hochleistungsfluter mit symmetrischer Lichtausstrahlung verwendet.

Grundsätzlich sind alle Lichtquellen talwärts, bzw. max. 90° zur Fahrtrichtung (Pistenverlauf) ausgerichtet. Dadurch wird Direktblendung durch Einsicht der Lichtaustrittsabdeckungen von höheren Standorten auf der Piste verhindert.
Bei großen Pistenbreiten (mehr als 70 m) ist eine beidseitige Anordnung von Masten erforderlich. Die Masthöhe richtet sich nach der Pistenbreite und dem Beleuchtungsniveau. In der Praxis finden hauptsächlich Maste mit Lichtpunkthöhe 16, 18 oder 20 m Einsatz.

Flutlichtanlagen für Trainings- und Wettkampfbedingungen werden auf eine mittlere Beleuchtungsstärke von ca. 150 - 300 lx ausgelegt. Die Masthöhe liegt hier zumindest bei 18 m.

Als Leuchtmittel kommen Metallhalogendampflampen (weißes Licht) oder Natriumdampflampen (gelbes Licht) in Leistungsstufen 1000 W bzw. 2000 W zum Einsatz. Die für den Betrieb der Scheinwerfer erforderlichen Vorschaltgeräte, Kondensatoren und Sicherungen werden direkt im Mast eingebaut. (1 - 3 Masttüren). Zusätzliche Unterverteiler für die Unterbringung dieser Bauteile auf der Piste sind daher nicht erforderlich. Nach Möglichkeit können die Maststandorte nahe den vorhandenen Elektranten der Beschneiungsanlage situiert werden.  Kann die vorhandene Energiezuleitung und Steuerleitung genutzt werden, reduzieren sich dadurch die erforderlichen Kabelwege und Grabungsarbeiten erheblich.

Für die Ausführung der Mastfundamente ist ein Bauunternehmen beizuziehen. Wir stellen Ihnen auf Wunsch statische Fundament - Musterberechnungen für unsere Flutlichtmaste zur Verfügung. Auf Basis dieser Unterlagen kann das Bauunternehmen unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten und Boden-beschaffenheit die Fundamente errichten.

Unsere Standardflutlichtmaste bis 20 m sind mit Erdstück ausgeführt. Es werden daher Köcherfundamente benötigt. Nach Fertigstellung und Aushärtung der Fundamente wird der Mast mittels Kranwagen, Bagger oder Helikopter ins Fundament versetzt. Nach dem Ausrichten (Auskeilen), Einsanden und Einschwemmen ist die verbleibende Öffnung des Köchers mittels Betonkranz abzuschließen. Alternativ können auch Maste mit Flanschplatte eingeplant werden.

Die Erdkabel sind in Sand gebettet in den Kabelkünetten zu verlegen (Tiefe ca. 70-80 cm). Zirka 30 cm oberhalb des Kabels ist der Banderder entsprechend unserer Vorgaben einzubringen.

Die Versorgung der Flutlichtmaste kann von den bestehenden Elektranten der Beschneiungsanlage oder durch ein unabhängiges Kabelsystem erfolgen. Bei Nutzung der Elektranten, werden in diese zusätzliche Abgänge eingebaut oder gegebenenfalls die Abgänge in Aufbaukästen montiert. Von diesen Abgängen ausgehend werden die Flutlichtmasten mittels Erdkabel 5x6/10/16mm² und Steuerleitung versorgt.
Die Dimensionierung der Kabelquerschnitte sollte großzügig erfolgen. Ein zu geringer Leitungsquerschnitt verursacht auf den oft langen Zuleitungen einen erhöhten Spannungsabfall. Dies führt zu verringerter Lichtausbeute und Lebensdauer der Entladungslampen.

Für die Blitzschutzerdung ist es erforderlich eine Erdungsanlage zu installieren. Ein Banderder oder Runddraht aus Edelstahl wird zwischen den einzelnen Maststandorten verlegt und mit der vorhandenen Erdungsanlage in den Künetten verbunden. Wir dimensionieren die Kabelquerschnitte, erstellen die Verlegepläne und liefern die exakte Menge auf Pfandtrommeln direkt auf die Baustelle. Die Verlegung erfolgt im Regelfall durch die ausführende Baufirma.

Das Zuleitungskabel zum Mast wird unterirdisch in den Mast eingeführt. Im Mastklemmkasten wird die
Leistung auf die einzelnen Leuchten - Vorschaltgeräte aufgeteilt. Hierzu werden die Leuchten einzeln oder gruppenweise gesichert. Unser einzigartiges Stecksystem sorgt für rasche Montage und hohe Flexibilität. Jede Leuchte ist einzeln kompensiert, wodurch die Stromaufnahme halbiert wird. In einen 3-türigen Flutlichtmast kann je nach Ausführung die Elektrik für 6 - 8 Leuchten eingebaut werden. Die Elektrik ist somit kosten- günstig und bestens geschützt im Mastinneren untergebracht. Bei Installation von Neuanlagen ist es erforderlich, die vom EVU bereitgestellte Energie in einem Meßwandlerschrank zu zählen. Vom anschließenden Hauptverteiler ausgehend, werden die einzelnen Unterverteiler entlang der Piste und letztendlich die Maste versorgt. Von einer zentralen, oder mehreren Schaltstellen (z.B. Berg- und Talstation) aus, wird die Beleuchtung mittels Schalttableau mehrstufig in Betrieb gesetzt.

Die Sicherheitsbeleuchtung gewährleistet ein Grundbeleuchtungsniveau auf der Piste bzw. auf  der Lifttrasse bei Stromausfall. Die Sicherheitsbeleuchtung wird meist durch, von der Sportbeleuchtung, unabhängige Fluter und Stromversorgung realisiert. Hierzu wird im Bereich der Talstation ein Dieselaggregat vorgesehen, welches die entsprechenden Fluter netzunabhängig mit Energie versorgt.

Langlaufloipen

Die Beleuchtung von Langlaufloipen erfolgt zumeist mit Natriumdampflampen. Die projektierten Beleuchtungsstärken liegen im Bereich von ca. 10 - 20 lx. Hierzu werden bei einem Mastabstand von 30 - 40 m, Einzellichtpunkte mit breitstrahlender Optik eingeplant. Zum Einsatz gelangen vorwiegend konisch runde Lichtmaste mit einer Lichtpunkthöhe von 6 - 7 m, bestückt mit Kofferleuchten 50 bzw. 70 W Natriumdampflampe. Alternativ dazu können inzwischen auch LED Fluter mit Linsensystemen verwendet werden.

Rodelbahnen

Die Beleuchtung von Rodelbahnen erfolgt prinzipiell wie bei Langlaufloipen.
Aufgrund der größeren Geschwindigkeiten empfehlen wird die Beleuchtungsstärke etwas zu erhöhen.
In Kurven sollten die Lichtmaste jedenfalls innen angeordnet werden! (Verletzungsgefahr!)


Sprungschanzen

Der Anlaufbereich wird prinzipiell mit von seitlich montierten Langfeldleuchten beleuchtet. Für Schanzentisch, Schanzenhang und Auslaufbereich erfolgt die Beleuchtung von Masten aus.
Zum Einsatz kommen hier rotationssymmetrische Hochleistungsfluter mit 2000W. Bei farbfernsehtauglichen Anlagen kommen Metalldampflampen mit Lichtfarbe 956 zur Verwendung.



































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